Die 1980er-Jahre
Welterkundung und Neubeginn
Friedhelm Rose nutze seine ungeplante Freiheit, um die Welt zu entdecken. Zuerst fuhr er acht Monate durch die USA und sah in dieser Zeit mehr Staaten, als die meisten Amerikaner in ihrem ganzen Leben. Danach machte er sich zu seinem größten Abenteuer auf. Von Porta Westfalica aus startete er auf eine einjährige Reise durch das seinerzeit teils wenig erschlossene Afrika. Er durchquerte die Sahara, den Kongo und Ostafrika. Nach seiner Reise zog es ihn zurück in die USA. In Florida gründete er die »Rose of Vero Beach Inc.«. Diese baute schlüsselfertige Häuser und verkaufte sie. Zeitweise betrieb er außerdem eine Plantage mit Orangenbäumen und lernte das Leben als Landwirt kennen. Doch trotz aller Erfolge in den USA hing sein Herz immer noch an der Entwicklung neuer Gehäuse-Ideen. So ließ sich der Gehäuse-Pionier im Jahr 1985 ein neues Patent eintragen: Ein Gehäuse mit nur einem Kanal in jeder Gehäuseecke, durch den sowohl die Wandbefestigung als auch die Deckelverschraubung erfolgen konnte. Doch das Patent nutze ihm nichts ohne eine Firma, die dieses Gehäuse auch produzierte. Also verkaufte er alles, was er in Florida hatte und investierte einen Großteil seines Kapitals in eine neue Firma: Die ROLEC Gehäuse-Systeme GmbH. Mit immerhin 51 Jahren wagte er noch einmal einen kompletten Neustart. Ausschlaggebend für seine Entscheidung wieder ins Gehäuse-Geschäft einzusteigen war ein Gespräch mit seinem Sohn Matthias. Dieser stieg 1986 als gleichberechtigter Partner mit in die neue Firma ein. 1987 zog ROLEC in die neu gebauten Räume an der Kreuzbreite in Rinteln ein. Im Jahr 1989 stieg dann auch seine Tochter Betty Rose, die Ihr Handwerk in der Firma Bernstein in Minden erlernt hatte, mit in den Familienbetrieb ein. Der Start für eine Firmengeschichte, die sich immer noch neu schreibt.